Die Geschäftsstelle des Zentrums Digitalisierung.Bayern in Garching. (Bild: Anja Schuchardt)
Die Geschäftsstelle des Zentrums Digitalisierung.Bayern in Garching. (Bild: Anja Schuchardt)

Live-Demos, Kurzvorträge, intelligente Messsysteme, Innovationslabore – Ministerpräsident Horst Seehofer macht sich ein Bild von Bayerns Startups und etablierten Unternehmen im Bereich Digitalisierung. Gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Bildungsminister Ludwig Spaenle nahm er sich einen Nachmittag lang Zeit und besuchte die Geschäftsstelle des „Zentrums Digitalisierung.Bayern“ in Garching bei München.

Ich bin tief beeindruckt, was Wirtschaft und Wissenschaft hier vorangetrieben haben. Da sind Herzblut und Leidenschaft dabei, die machen nicht nur ihren Job, die sprühen.

Horst Seehofer, Bayerischer Ministerpräsident

Der Rundgang durchs Zentrum führte Seehofer zu den Unternehmen, mit denen das Zentrum eng in fünf Themenplattformen digitale Energie, vernetzte Mobilität, Cybersecurity, digitale Gesundheit und digitale Produktion zusammenarbeitet. Dazu zählen Kuka, BMW, Giesecke & Devrient, aber auch Startups wie OmegaLambdaTec. Die Initiatoren unterstützen Städte und Organisationen bei der Datenanalyse. Mitarbeiter Alexander Fritz hat hier im Digitalisierungszentrum ein Büro, um sich noch stärker mit mittelständischen Unternehmen zu vernetzen.

Das 21. Jahrhundert in Europa findet in München statt, was die Frage der Entwicklung und der Forschungsintensität angeht.

Ludwig Spaenle, Bildungsminister

Die Konkurrenz schläft nicht

Gründungspräsident Manfred Broy kündigte an, dass künftig verstärkt technische Themen anstelle von Anwendung auf der Agenda des Zentrums stehen sollen. Darunter fallen die Bereiche Software, Datenverarbeitung, Mensch-Maschine in der Aktion sowie Cloud-Plattformen. „Diese Themen schaffen für Firmen in der digitalen Technologie die Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Broy. Außerdem sollen die internationale Vernetzung noch stärker voran gebracht, die 20 geschaffenen Professuren besetzt und mehr mittelständische Unternehmen eingebunden werden.

Wir müssen ein Vorausdenker sein im engen Verbund mit Wirtschaft und Wissenschaft, dort Diskussionen voranbringen, Konzepte aufstellen, diese schnell an die Politik herantragen.

Manfred Broy, Gründungspräsident Zentrum Digitalisierung.Bayern

Auch Seehofer sagt: „Wir brauchen schnellere Reaktionsmöglichkeiten auf die digitale Entwicklung“. Deshalb kündigt er an, das Haushaltsrecht zu modernisieren. Auf der anstehenden Klausurtagung des Bayerischen Kabinetts will er die Frage lösen. Haushaltsmittel sollen dann flexibler eingesetzt werden können.