Digitalisierungsgipfel  (v.l.n.r.): Ministerpräsident Horst Seehofer begrüßt die Vorstandsvorsitzenden von Vodafone Deutschland, Hannes Ametsreiter, von Airbus Defense and Space, Dirk Hoke, sowie der Allianz Deutschland AG, Manfred Knof. (Bild: Bayerische Staatskanzlei)
Digitalisierungsgipfel (v.l.n.r.): Ministerpräsident Horst Seehofer begrüßt die Vorstandsvorsitzenden von Vodafone Deutschland, Hannes Ametsreiter, von Airbus Defense and Space, Dirk Hoke, sowie der Allianz Deutschland AG, Manfred Knof. (Bild: Bayerische Staatskanzlei)

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte zu einem „Digitalisierungsgipfel“ in die Staatskanzlei geladen. Hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung kamen zu der Besprechung, bei der es um IT-Infrastruktur, IT-Sicherheit, IT-Anwendungen und digitale Bildung ging. Ziel war es, die Digitalisierung in Bayern „erfolgreich weiter voranzutreiben und dazu in enger Abstimmung mit Wirtschaft und Wissenschaft konkrete Handlungsfelder zu benennen“, so die Staatskanzlei vorab. Gigabitschnelle Netze, neue Anwendungsfelder und neue Formen der digitalen Bildung werden der Industrie neue Möglichkeiten und den Menschen mehr Wohlstand bringen.

Masterplan für digitale Zukunft Bayerns

Bei dem Digitalisierungsgipfel hat Ministerpräsident Horst Seehofer einen „Masterplan für Bayerns digitale Zukunft“ angekündigt. Seehofer: „Bayern steht im digitalen Bereich schon jetzt hervorragend da. Heute zünden wir zusammen mit unseren Partnern die nächste Stufe der Digitalisierung, um den außerordentlichen Erfolg und die wirtschaftliche Stärke Bayerns in die Zukunft fortzuschreiben. Gemeinsam machen wir Bayern zum ersten Gigabit-Bundesland!“

Heute zünden wir zusammen mit unseren Partnern die nächste Stufe der Digitalisierung.

Horst Seehofer

Der Digitalisierungsgipfel ist der Auftakt zu einem Strategieprozess auf Entscheider-Ebene, mit dem die Staatsregierung die Weichen für die weitere Digitalisierung in Bayern stellt. Ministerpräsident Seehofer hat Staatskanzleiminister Marcel Huber beauftragt, diesen Prozess unter Mitwirkung der zuständigen Fachminister zu leiten und Vorschläge, Maßnahmen und Projekte in einem Masterplan für die Digitalisierung in Bayern zusammenzuführen.

Zukunftstechnologien im Einsatz

Die Anwendungsfelder reichen dabei vom Autonomen Fahren über das mobile Internet der Dinge, den Einsatz intelligenter Roboter bis hin zur digitalen Medizin und der Cybersicherheit. Einen besonderen Stellenwert soll die digitale Bildung einnehmen, um die Menschen bestmöglich auf die Arbeitswelt von Morgen und Übermorgen vorzubereiten. Seehofer: „Bayerns heutige Stärke gründet auf passgenauen Investitionen in Zukunftstechnologien wie Luft- und Raumfahrt, Biotechnologie oder Nanowissenschaften. Heute stoßen wir das Tor zu einer neuen Dimension der Digitalisierung auf – mit neuen Chancen für alle Menschen und Regionen im Land.“

Hochrangige Gäste

Die anwesenden Gäste vertraten verschiedene Branchen. So waren die Vorstände, Präsidenten oder Geschäftsführer von Vodafone, Telekom, Microsoft, BMW, Airbus, Allianz, Schaeffler, Roche Diagnostics, Siemens, der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, des Zentrums Digitalisierung Bayern und der Technischen Universität München zugegen.

Bayern war schon immer ein Motor der Digitalisierung in Deutschland. Diesem Motor werden wir in den nächsten zwei Jahren einen echten Turbo verpassen.

Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone

„Bayern war schon immer ein Motor der Digitalisierung in Deutschland. Diesem Motor werden wir in den nächsten zwei Jahren einen echten Turbo verpassen – und unser hochmodernes Kabelglasfasernetz noch weiter aufrüsten. Ab 2019 liefern wir für rund 70 Prozent aller bayerischen Haushalte mit 1000 Megabit echte Gigabit-Geschwindigkeiten. Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit dem Freistaat Bayern als erstes Land in die Gigabit-Gesellschaft zu führen“, so Vodafone Deutschland-CEO Hannes Ametsreiter. In Deutschland versorgt Vodafone über sein 430.000 km großes Kabelglasfasernetz bereits mehr als 14 Millionen Haushalte mit 100 Megabit (Mbit). 13,7 Millionen davon können bereits mit 200 Mbit surfen, 6 Millionen mit 400 Mbit – Tendenz steigend. „In Bayern haben wir in den letzten Jahren massiv ausgebaut und investiert“, so Ametsreiter weiter. „Mit 90.000 km haben wir heute das schnellste Flächennetz im Freistaat – das bereits mehr als die Hälfte aller Bayern mit 100 Mbit versorgt. Und mit dem schon ein Drittel aller Einwohner mit 400 Mbit surfen können. Diese Geschwindigkeiten werden wir in Zukunft noch weiter ausbauen – und dafür weiter signifikant in Bayerns Zukunft investieren.“