Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU, l.) bei ihrer Einweihungsrede für das neue Medical Valley Center in Forchheim. (Foto: StMWI)
Medical Valley

Aigner eröffnet Medizintechnik-Zentrum

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hat das neue Medical Valley Center im oberfränkischen Forchheim eröffnet. In dem 11,5 Millionen Euro teuren Gebäude stehen damit 70 Büros direkt am Siemens „Healthineers“-Standort zur Verfügung. Vor allem junge Hightech-Firmen aus dem Bereich sollen sich in dem Cluster-Standort ansiedeln.

„Wir brauchen diese Art von Kooperation und Zusammenarbeit, denn nur so bleiben wir auch weiterhin Innovationsführer in der Gesundheitswirtschaft, einer der wichtigsten Wachstumsbranchen in Bayern. Das neue Medical Valley Center Forchheim bietet nationalen und internationalen Unternehmen ein ideales Umfeld und ist somit perfekter Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit“, betonte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) die Bedeutung des Medical Valley (EMN) vor den 200 geladenen Gästen, darunter der frühere langjährige Oberbürgermeister und jetzige Geschäftsführer des Medical Valley Forchheim, Franz Stumpf (CSU), der Vorstandsvorsitzende des Medical Valley, Erich Reinhardt, und der heutige Forchheimer Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD).

Wir brauchen diese Art von Kooperation und Zusammenarbeit, denn nur so bleiben wir auch weiterhin Innovationsführer in der Gesundheitswirtschaft, einer der wichtigsten Wachstumsbranchen in Bayern.

Ilse Aigner (CSU), Bayerns Wirtschaftsministerin

Acht Firmen haben sich bereits eingemietet, zum größten Teil Existenzgründer aus den Bereichen IT, Sport, Homecare und Gesundheit. Das Medical Valley hofft im Endausbau auf 15 bis 20 Unternehmen und rund 120 Beschäftigte, die im neuen Center arbeiten werden. Das neue Medical Valley Center Forchheim bietet wachstumsstarken Unternehmen im Bereich Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft, insbesondere Start-ups, attraktive Büroflächen und Dienstleistungen in einem der wirtschaftlich stärksten und wissenschaftlich aktivsten Medizintechnik-Cluster weltweit – dem Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN).

Wachsendes Medizintechnik-Cluster

Während der feierlichen Einweihung des Bürogebäudes mit einer Mietfläche von insgesamt 2370 Quadratmetern wurde immer wieder deutlich, dass, ähnlich wie beim seit 2003 erfolgreich etablierten Medical Valley Center in Erlangen, auch hier eine ganz besondere Atmosphäre herrscht: Jungen Gründer- und Wachstumsunternehmen kommen eine Infrastruktur und Vernetzung zugute, wie es sie nur in international führenden Clustern geben kann.

Das Medical Valley Center Forchheim soll das existierende Ökosystem insbesondere für Gründungen weiter stärken. Ziel ist es, mit dem Medical Valley Center Forchheim auch verstärkt Start-ups nach Forchheim zu bringen.

Franz Stumpf (CSU), langjähriger OB Forchheims

„Das Medical Valley Center Forchheim soll das existierende Ökosystem insbesondere für Gründungen weiter stärken. Ziel ist es, mit dem Medical Valley Center Forchheim auch verstärkt Start-ups nach Forchheim zu bringen. Das heißt, es wird nicht an jeden vermietet, sondern ein idealer Mix von Unternehmen wird angestrebt. Außerdem wird die Ansiedlung von hochspezialisierten Forschungseinrichtungen im Medical Valley Center Forchheim angestrebt“, so Franz Stumpf (CSU), langjähriger Oberbürgermeister der Stadt Forchheim und Geschäftsführer der Medical Valley Center Forchheim GmbH.

Forchheims OB Uwe Kirschstein (SPD) meinte: „Für Forchheim bedeutet das Medical Valley Center Forchheim den nächsten logischen Schritt in der Standortentwicklung. Denn Forchheim ist attraktiv und schon heute beispielsweise Sitz des zweitgrößten Entwicklungs- und Produktionsstandortes von Siemens Healthineers weltweit.“ In Forchheim fertigt und entwickelt Siemens „Healthineers“ unter anderem Computertomografen, modernste Angiographie-Systeme und Bildgebungssoftware.

Eingebettet zwischen Hightech-Entwicklung und Zulieferern

Das Medical Valley Center Forchheim liegt eingebettet zwischen dem Siemens Healthineers-Standort und den angesiedelten Zulieferern und Dienstleistern. Wie groß die Anziehungskraft ist, zeigt sich an den vielen Anfragen, die seit Bekanntwerden der Fertigstellung des Bauvorhabens an das Medical Valley EMN gerichtet wurden. Das Medical Valley Center Forchheim ist bereits zu gut 70 Prozent ausgelastet – der Beweis dafür, dass das gründerfreundliche, von Zusammenarbeit und Synergien geprägte Konzept den Nerv der Zeit trifft.

Für potenzielle Interessierte gibt es aber noch genügend Platz: „Das Medical Valley Center Forchheim ist kein Bürogebäude im traditionellen Sinn. Unser Fokus liegt auf Unternehmen der Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft, auf jungen Start-ups und Spin-offs und etablierten Unternehmen die ihr Geschäft in der Gesundheitswirtschaft ausbauen und diversifizieren wollen. Unsere Dienstleistungen helfen ihnen bei der Kommerzialisierung ihrer Ideen. Zu unseren Angeboten zählen Fördermittelakquisition und -beratung, Kapitalakquisition, Identifizierung und Vermittlung klinischer Partner, Marktzulassung und Erstattung, strategische Bedarfsanalyse oder gesundheitsökonomische Bewertung“, erklärt Erich Reinhardt, Vorstandsvorsitzender des Medical Valley (EMN).

Acht Unternehmen haben bereits eine Bleibe im Medical Valley Center Forchheim gefunden. Hierunter spannende Start-ups wie die BioVariance GmbH (Softwareentwicklung im Pharma- und Gesundheitsbereich), Sports Innovation Technologies GmbH & Co. KG (Spin-Off des Instituts für Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) und quantiSIM (Softwarelösungen im Medizinbereich). Aber auch bereits etablierte Unternehmen haben ein Zuhause im Medical Valley Center Forchheim gefunden. Zu ihnen zählt beispielsweise die Infiana Germany GmbH & Co. KG, ein Spezialist in der Entwicklung und Produktion von innovativen Spezialfolien. Für das Unternehmen ist der Healthcare Bereich eines der wichtigsten Entwicklungsfelder.

Vorbildliche Zusammenarbeit

Der Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg EMN wurde 2007 gegründet, um die Entwicklung, Koordination und Vermarktung des Medizintechnik-Clusters zu steuern. Konkret übernimmt der Medical Valley EMN zentrale Clusteraufgaben und steht mit umfassenden Beratungsdienstleistungen zur Seite. So organisiert der Medical Valley EMN unter anderem den Wissensaustausch innerhalb des Netzwerkes, vermarktet den Cluster national und international, bietet Fortbildungsmaßnahmen an oder berät bei Unternehmensgründungen, Marketing- und Vertriebsmaßnahmen sowie internationalen Aktivitäten.

Im Medical Valley EMN sind über 190 Mitglieder aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesundheitsversorgung zusammengeschlossen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Europäische Metropolregion Nürnberg zu einer Modellregion für eine optimale Gesundheitsversorgung zu machen. Das Medical Valley EMN wird unterstützt von der Siemens Healthcare GmbH, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, dem Universitätsklinikum Erlangen, der Stadt Erlangen, der Stadt Forchheim und dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen.

(PM/wog)