Hohe Zustimmungswerte für die CSU. (Bild: Imago/Plusphoto)
Hohe Zustimmungswerte für die CSU. (Bild: Imago/Plusphoto)

Gute Kompetenzwerte für die CSU bei zentralen politischen Themen wie der inneren Sicherheit und der Flüchtlingspolitik: Wie aus der jüngsten „Bayern-Umfrage“ des Fernsehsenders Sat.1 Bayern hervorgeht, traut eine deutliche Mehrheit der Befragten den Christsozialen zu, diese politischen Herausforderungen am besten zu meistern.

Wäre am Sonntag Bundestagswahl würden die Bayern wie folgt wählen: 46 Prozent CSU, 17 Prozent SPD, 10 Prozent Grüne, 10 Prozent AfD, 6 Prozent FDP, 4 Prozent Linke, 3 Prozent Freie Wähler, 4 Prozent Sonstige.

Union liegt bei Terrorbekämpfung klar vorne

Auf die Frage „Welche Partei könnte das Thema Innere Sicherheit, Kriminalität und Terror auf Bundesebene am ehesten zu Ihrer Zufriedenheit lösen?“ entschieden sich dem „Bayerntrend“ zufolge 54 Prozent für CDU/CSU, gefolgt von der SPD mit 21 Prozent. Die AfD liegt mit 11 Prozent vor den Grünen mit 8 Prozent.

Wir haben den Ansporn, im neuen Jahr genau so weiter zu machen.

Andreas Scheuer, CSU-Generalsekretär

Auch traut eine Mehrheit der Umfrageteilnehmer der Union am deutlichsten zu, die Herausforderungen der Zuwanderung zu lösen. Auf die Frage „Welche Partei könnte das Thema Zuwanderung durch Ausländer, Flüchtlinge und Asylbewerber auf Bundesebene am ehesten zu Ihrer Zufriedenheit lösen?“ entschieden sich 47 Prozent für CDU/CSU, gefolgt von der AfD mit 19 und der SPD mit 16 Prozent.

Befragte unterstützen Obergrenze

Zusätzlich stehen die Befragten – und dabei insbesondere die CSU-Wähler – hinter der Forderung der Christsozialen nach Einführung einer Obergrenze für Flüchtlinge. 48 Prozent sagten, die CSU solle die Obergrenze durchsetzen oder notfalls sogar lieber in die Opposition gehen, 47 Prozent sind dagegen. Von den CSU-Wählern sind sogar 56 Prozent für die unbedingte Durchsetzung der Obergrenze.

Auch ein eigenständiger CSU-Bundestagswahlkampf und ein Festhalten am Ziel der Obergrenze wird mehrheitlich befürwortet. Auf die Frage „Würden Sie persönlich einen eigenständigen, von der CDU unabhängigen Bundestagswahlkampf der CSU im Herbst 2017 begrüßen oder ablehnen?“ antworteten 50 Prozent mit begrüßen, 47 Prozent mit ablehnen und 3 Prozent weiß nicht. Klarer die CSU-­Wähler: 61 Prozent begrüßen, 38 Prozent ablehnen, 1 Prozent weiß nicht.

Scheuer: „Bestätigung und Rückenwind“

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sieht in den positiven Werten der CSU „Bestätigung und Rückenwind“ für die Politik seiner Partei. „Wir haben den Ansporn, im neuen Jahr genau so weiter zu machen“, versicherte Scheuer in einer Stellungnahme.

„2017 geht’s ums Ganze“, betonte der Generalsekretär. Die CSU werde weiterhin konsequent für die Umsetzung ihrer Forderungen kämpfen. Die CSU-Landesgruppe im Bundestag, zu der auch Scheuer gehört, trifft sich ab heute zu ihrer Klausurtagung in Kloster Seeon. Dort wollen sich die Abgeordneten mit zahlreichen Gästen bis zum 6. Januar zu allen zentralen Themen austauschen. Auch CSU-Chef Horst Seehofer nimmt am ersten Tag an der Klausur teil.

Die Umfrage

wurde vom Hamburger Umfrage­‐Institut GMS im Auftrag von „17:30 SAT.1 Bayern“ durchgeführt. Es handelt sich um eine repräsentative Telefonbefragung mit 1008 Befragten im Befragungszeitraum 28.12.16 bis 3.1.17.