In Hamburg waren auch 1500 Polizisten aus Bayern im Einsatz. (Foto: dpa/Boris Roessler)
G20-Gipfel

Ein Fest als Dank

Mit einer Einladung zum Sommerempfang auf Schloss Schleißheim würdigen Staatsregierung und Landtag den Einsatz bayerischer Polizisten und Rettungskräfte in Hamburg. Auch viele Bürger zeigten ihre Unterstützung für die Beamten.

Beim G20-Gipfel in Hamburg schützten sie Staatsgäste und Bürger vor gewalttätigen Randalierern, oft unter Gefahr für Leib und Leben. Für diesen Einsatz dankt der Freistaat jetzt den Einsatzkräften der bayerischen Polizei und der Rettungsdienste mit einer Einladung zum Sommerempfang von Staatsregierung und Landtag auf Schloss Schleißheim.

Unsere Polizisten und Einsatzkräfte der Rettungsdienste haben beim G 20-Gipfel in Hamburg ihr Bestes gegeben.

Ministerpräsident Horst Seehofer

Bayerns Staatsregierung hatte zudem bereits am Dienstag beschlossen, den in Hamburg eingesetzten Polizisten drei Tage Sonderurlaub zu gewähren. Außerdem können sie sich ihre Überstunden ausbezahlen lassen. Aus Bayern waren etwa 1500 Polizeibeamte in Hamburg im Einsatz. 78 wurden bei den Krawallen verletzt.

Zeichen der Solidarität

„Unsere Polizisten und Einsatzkräfte der Rettungsdienste haben beim G 20-Gipfel in Hamburg ihr Bestes gegeben. Bis an die Grenze des Machbaren haben sie alles dafür getan, Gewalt einzudämmen und Verletzten zu helfen“, lobte Ministerpräsident Horst Seehofer. „Für diesen mutigen und selbstlosen Einsatz sagen wir Dank und Anerkennung. Damit wollen wir auch ein Zeichen der Solidarität setzen mit denjenigen, die unsere Demokratie und jeden von uns vor Extremismus und Gewalt schützen.“

Landtagspräsidentin Barbara Stamm erklärte: „Der Bayerische Landtag möchte den Polizistinnen und Polizisten und allen Einsatzkräften mit dem Empfang ein von Herzen kommendes Dankeschön aussprechen für den mutigen, engagierten und hochgefährlichen Einsatz für unser aller Sicherheit.“ Es sei dem Landtag eine besondere Freude und Ehre, „diese verdienten Bürgerinnen und Bürger in Schleißheim zu empfangen, die sich entschlossen der Gewalt in Hamburg entgegengestellt haben“.

Grüße aus Hamburg

Schon während des Einsatzes in Hamburg äußerten immer wieder Bürger ihre Solidarität mit den Beamten. So schrieb eine Familie aus Hamburg auf Facebook, sie hoffe, die Beamten seien „alle wohlbehalten“. Und weiter: „Wir schämen uns für die schlimmen Chaoten, die in unsere Stadt gekommen sind.“

Eine E-Mail aus Hamburg drückte ebenfalls die Verbundenheit mit den Polizisten aus Bayern aus: „Liebe Polizeibeamten, ich möchte euch für euren Einsatz hier bei uns im Viertel und auch in der ganzen Stadt danken. Ich glaube, keiner hat damit gerechnet, dass so viel Hass und Gewalt euch und auch uns Anwohnern entgegen schlägt. Ich hoffe, ihr könnt für euch auch sehen, dass ihr hier nicht gehasst werdet und die kleinen Gesten wie Süßigkeiten, Getränke und Co. von Herzen kamen.“

Unsere Polizistinnen und Polizisten haben hier im wahrsten Sinne des Wortes ihren Kopf für die Demokratie hingehalten.

Innenminister Joachim Herrmann

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hatte bereits unmittelbar nach dem Einsatz seine Wertschätzung zum Ausdruck gebracht: „Unsere Polizistinnen und Polizisten haben hier im wahrsten Sinne des Wortes ihren Kopf für die Demokratie hingehalten. Dafür danke ich ihnen sehr herzlich. Ich wünsche den Polizeibeamten, die bei dem Einsatz von linksextremen Schlägern und gewalttätigen Chaoten verletzt worden sind, baldige Genesung.“