Import Export: Ein Containerschiff verlässt den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven mit Gütern in Richtung Übersee. (Foto: Imago/Andreas Burmann)
Import Export: Ein Containerschiff verlässt den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven mit Gütern in Richtung Übersee. (Foto: Imago/Andreas Burmann)

Die deutsche Exportwirtschaft hat ihren Rekordkurs das dritte Jahr in Folge fortgesetzt. Trotz der Verunsicherung durch das Brexit-Votum und die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten stiegen die Ausfuhren 2016 auf den Bestwert von 1207 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Diese belegen einen Anstieg um 1,2 Prozent. Die Einfuhren erhöhten sich um 0,6 Prozent auf 954,6 Milliarden Euro – ebenfalls ein Höchstwert.

Da Deutschland mehr Waren ins Ausland verkauft als von dort einführt, stieg der Exportüberschuss auf den Rekordwert von 252,9 Milliarden Euro. Der Leistungsbilanzüberschuss kletterte auf 266,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 252,6 Milliarden Euro). In die Leistungsbilanz fließen neben Waren und Dienstleistungen unter anderem Zinsen und Löhne ein.

Hauptabnehmer: Europa

Besonders kräftig war die Nachfrage nach „Made in Germany“ im vergangenen Jahr in der Europäischen Union. Die Exporte stiegen um 2,2 Prozent auf 707,9 Milliarden Euro. Außerhalb der EU bekamen die Unternehmen dagegen die Schwäche des Welthandels und die politischen Unsicherheiten zu spüren. Die Ausfuhren sanken um 0,2 Prozent auf 499,6 Milliarden Euro.

Der Außenhandelsverband BGA hatte zuletzt für 2016 ein Export-Ergebnis auf dem hohen Vorjahresniveau prognostiziert. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Branche mit einem Plus von bis zu 2,5 Prozent auf einen Rekord von 1235 Milliarden Euro. Die Risiken seien allerdings gewachsen. BAG-Präsident Anton Börner verweist auf den anstehenden Brexit, weltweite Abschottungstendenzen und einen „unberechenbaren“ US-Präsidenten.

(dpa)