Jedes Jahr wird vom Bayerischen Heimatministerium der Heimat-Bayern-Preis zur Würdigung des ehrenamtlichen Einsatzes für das bayerische Brauchtum verliehen. Foto: StMFLH/Marcus Schlaf
Jedes Jahr wird vom Bayerischen Heimatministerium der Heimat-Bayern-Preis zur Würdigung des ehrenamtlichen Einsatzes für das bayerische Brauchtum verliehen. Foto: StMFLH/Marcus Schlaf

Heimat ist wichtig für die kulturelle Identität. Seit vielen Jahren ziehen immer mehr Menschen nach Bayern und wählen unser Land zu ihrer neuen Heimat. Das liegt nicht nur am wirtschaftlichen Erfolg und der hohen Lebensqualität in Bayern. In Bayern ist unser Brauchtum fester Bestandteil des Lebens- und Heimatgefühls.

Markus Söder

Das sagte Bayerns Heimat- und Finanzminister Markus Söder bei der Verleihung des Heimatpreises 2015 beim Festakt „Heimat Bayern“ in der Residenz in München vergangenen Samstag. Damit das typisch bayerische Heimatgefühl erhalten bleibe, gelte es auch 2015, die Menschen auszuzeichnen, die sich besonders verdient um die bayerische Kultur und das bayerische Brauchtum gemacht hätten und noch machten. „Sie setzen sich mit Verantwortungsbewusstsein, Leidenschaft und Kreativität für den Erhalt der bayerischen Tradition ein“, so Söder in seiner Ansprache bei der Preisverleihung.

Würdigung dreier herausragender Vereine

Angesprochen damit beziehungsweise geehrt wurden in diesem Jahr drei Vereine, die sich zudem auch anderweitig sozial engagieren: die Filser Buam e.V., der Bund der Gebirgsschützen-Kompanien e.V. und der Bairisch-Alpenländische Volksmusikverein e.V.:

So haben es sich die mittlerweile 50 Jahre existierenden Filser Buam zur Aufgabe gemacht, das bayerische Brauchtum zu erhalten, zu pflegen und zu fördern. Dieses Ziel verfolgen sie auch aktiv durch Förderung anderer Kulturvereine, wie dem Isargau Bayerische Heimat- und Volkstrachtenverein e.V. oder der Münchner Schule für bairische Musik. Jenseits ihres kulturellen Engagements unterstützen die Filser Buam Hilfsbedürftige, indem sie jedes Jahr ein Osteressen für bedürftige Münchner Senioren im Löwenbräu-Keller ausrichten.

Auch der Bund der Gebirgsschützen-Kompanien sieht sein Engagement breiter gefasst und setzt sich zusätzlich für den Erhalt typisch bayerischer Bauwerke in den Regionen ein, insbesondere durch ehrenamtliches Engagement zur Pflege von Kapellen und Feldkreuzen. Vor allem aber versteht sich der aus 47 Gebirgsschützenkompanien bestehende Bund als Hüter, Verteidiger und Pfleger des bayerischen Brauchtums und der bayerischen Lebensart. In dieser Hinsicht wiederum ist besonders das Engagement des Bunds der Gebirgsschützen-Kompanien um Tracht und Volkslied hervorzuheben.

Auch der Einsatz des Bairisch-Alpenländischen Volksmusikvereins sucht seinesgleichen: Am 19. Januar 2007 in Söllhuben gegründet, setzt er sich für den Erhalt eines ursprünglichen und traditionellen bayerischen Liedguts ein. Sein Engagement reicht dabei von der frühen Förderung junger Musikanten bis hin zu Seminaren und Projekten mit anerkannten Größen des Genres. Besonderer Fokus des noch jungen, aber bereits äußerst produktiven Vereins liegt auf dem Erhalt der regionalen Vielfalt der alpenländischen Traditionsmusik und der traditionellen Volksmusikformen.