Kurzmeldungen

Geld für Rathaus in Straubing

17.02.2017 – 17:02 Uhr

Drei Monate nach dem verheerenden Großbrand in dem historischen Rathaus von Straubing hat Bayern Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) „kräftige Hilfe“ nach einem Rundgang durch das größtenteils zerstörte Rathaus zugesagt. Eine konkrete Summe nannte er nicht. „Es wird aber kein Trostpflaster sein. Es wird sicher in den Millionenbereich gehen.“ Am 25. November war aus noch immer unbekannter Ursache ein Feuer im historischen Bereich des Gebäudes ausgebrochen. Die Flammen schlugen bis zu 15 Meter hoch aus dem Dachstuhl des mehr als 600 Jahre alten Hauses. Verletzte hatte es nicht gegeben. Die Schadenshöhe wird auf eine zweistellige Millionenhöhe geschätzt. (dpa)

Seehofer kündigt Entscheidung an

17.02.2017 – 15:08 Uhr

Bis Anfang Mai soll feststehen, ob Horst Seehofer möglicherweise über das Jahr 2018 hinaus Bayerischer Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender bleiben wird. „Darüber führe ich gerade Gespräche in meiner Partei, auch mit meinen Amtsvorgängern“, sagte Seehofer dem Spiegel. „Am 6. Mai werden wir unsere Bundestagsliste aufstellen. Bis dahin will ich in dieser Frage Klarheit schaffen.“ Falls er weitermachen sollte, müsste der Parteivorsitzende auch nicht in Berlin sein. „Ich glaube, ich habe jetzt mehr als acht Jahre lang gezeigt, dass ich nicht persönlich in Berlin sitzen muss, um dort wirkmächtig zu sein“, sagte Seehofer. Im Bayerischen Fernsehen hatte sich Seehofer zuvor bereits ähnlich geäußert. Auch dem BR hatte er gesagt, dass bis zum 6. Mai die Entscheidung über seine Zukunft gefallen sein solle. Und er hatte hinzugefügt: „Ich bin glücklich, dass wir etwa ein Dutzend starker Frauen und Männer haben, die für so ziemlich alles in der Partei in Frage kommen. “

 

Deutscher Arbeitsmarkt boomt

16.02.2017 – 12:55 Uhr

Der Boom auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich dank der guten Konjunktur zum Jahresende fortgesetzt. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in der Bundesrepublik wuchs im vierten Quartal um 0,6 Prozent oder 267.000 Menschen gemessen am Vorjahresmonat. Damit zählte das Statistische Bundesamt zum Jahresende mit 43,7 Millionen Erwerbstätigen einen Rekord seit der Wiedervereinigung. Zusätzliche Jobs entstanden gemessen am Vorjahresquartal weiter vor allem in Dienstleistungsberufen, darunter öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit (plus 172.000 Menschen), Unternehmensdienstleister (plus 112.000) sowie Handel, Verkehr und Gastgewerbe (plus 34.000). (dpa)

Bahn schlägt Schiff

16.02.2017 – 12:55 Uhr

An den sechs großen bayerischen Häfen werden immer weniger Güter per Schiff und Bahn umgeschlagen. An den Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau wurden 2016 gut neun Millionen Tonnen Güter auf dem Wasser oder der Schiene umgeschlagen. Das seien im Vergleich zu 2015 etwa 7,3 Prozent weniger. Der Schiffsgüterumschlag ging gleich um gut zwölf Prozent auf rund drei Millionen Tonnen zurück. Dagegen stieg der Güterumschlag per Lastwagen um mehr als fünf Prozent auf gut 22 Millionen Tonnen an. Grund sei, dass die Bahn mehr und mehr Massengüter übernehme, die für das Binnenschiff prädestiniert seien. Bayernhafen will deshalb in den kommenden Jahren etwa 30 Millionen Euro in eine verbesserte schienen- und wasserbezogenen Infrastruktur investieren. (dpa)

Kampf dem Knochenkrebs

15.02.2017 – 13:12 Uhr

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) wirbt zum Internationalen Kinderkrebstag für die Stammzell- und Knochenmarkspende. „Wenn der Krebs früh genug erkannt und behandelt wird, können mittlerweile 81 Prozent der betroffenen Kinder überleben. Vor 15 Jahren waren es nur 68 Prozent“, sagte Huml anlässlich des Kinderkrebstages am 15. Februar. Viele Kinder überlebten nur durch eine Stammzell- oder Knochenmarktransplantation. Es gebe aber zu wenige geeignete Spender. „Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen bei Typisierungsaktionen oder beim Blutspenden registrieren lassen.“ Nach neuen Zahlen des Deutschen Kinderkrebsregisters erkrankten 2015 in Bayern 282 Kinder unter 15 Jahren an Krebs. Im Vorjahr waren es 249 Fälle. Experten zufolge sind diese Schwankungen zufallsbedingt. In beiden Jahren starben jeweils 33 dieser Kinder. Etwa jedes dritte krebskranke Kind leidet an Leukämie. Die Ministerin wies darauf hin, dass Stammzellen aus Nabelschnurblut eine Alternative zur Transplantation sein könnten. Die Entnahme von Nabelschnurblut sei einfach und risikolos; es könne in den beiden bayerischen Nabelschnurblutbanken in Gauting und Erlangen eingelagert werden.

Immer mehr Bio-Bauern

15.02.2017 – 13:12 Uhr

Die Zahl der Biobauern im Freistaat ist im vergangenen Jahr um 14 Prozent gestiegen. 8400 Betriebe arbeiten damit inzwischen nach Öko-Kriterien. Landesweit würden jetzt 270.000 Hektar nach den Vorgaben des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Rund 1000 Höfe mit mehr als 35.000 Hektar Fläche hätten 2016 ihren Betrieb von konventionell auf ökologisch umgestellt. Mehr als ein Drittel aller deutschen Biobetriebe wirtschaften damit in Bayern. So kommt mehr als die Hälfte der in Deutschland produzierten Bio-Milch aus dem Freistaat. Im Freistaat leben in Bio-Betrieben nun mehr als 100.000 Milchkühe, 411.000 Legehennen und 200.000 Masthähnchen. Mit einem Plus von 33 Prozent gab es bei den Hähnchen den größten Zuwachs. (dpa)

Will Peugeot Opel übernehmen?

15.02.2017 – 12:02 Uhr

Dem Autohersteller Opel droht die Übernahme: Der Chef der französischen PSA-Gruppe und Peugeot-Mutter, Carlos Tavares, ist nach Angaben eines Unternehmenssprechers zu Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Gewerkschaften bereit. Es gehe dem PSA-Chef um eine Öffnung und ein Bündnis, hieß es. Bei Opel stehen im Übernahmefall laut dem Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer tausende Jobs auf dem Spiel. Opel hat rund 38.200 Mitarbeiter in Europa, davon mehr als die Hälfte in Deutschland. Unterdessen ist die Spitze des Opel-Mutterkonzerns General Motors auch nach Rüsselsheim gereist. GM-Chefin Mary Barra und der Opel-Aufsichtsratsvorsitzende Dan Ammann treffen sich am Mittwoch zu Gesprächen, wie ein Opel-Sprecher bestätigte. Dabei dürften die Verhandlungen mit PSA im Mittelpunkt stehen. Die Konzerne GM und PSA loten nach eigenen Angaben verschiedene Möglichkeiten zur Expansion und Kooperation aus. Es sei jedoch noch ungewiss, ob eine Einigung erzielt werde. Die beiden Autohersteller arbeiten bereits seit 2012 bei verschiedenen Projekten in Europa zusammen. Bei einer Übernahme würde PSA zum zweitgrößten Autoproduzenten in Europa hinter Volkswagen aufsteigen. (dpa)

Pfand auf Milchtüten und Weinflaschen?

14.02.2017 – 12:03 Uhr

Am 10. Februar beschäftigte sich der Bundesrat mit einem Regierungsentwurf für ein neues Verpackungsgesetz, den er aber laut einer Stellungnahme für nicht ausreichend hält. Einige Länder fordern nun, dass die Pfandpflicht zukünftig durch das Verpackungsmaterial festgelegt werden soll, nicht durch den Inhalt und die Packungsgröße. Bislang müssen Verbraucher kein Pfand beispielsweise für Weinflaschen und Milchtüten bezahlen, das soll sich ändern. Zudem sollen Einweg- und Mehrwegverpackungen besser gekennzeichnet werden. Der Milchindustrieverband (MIV) und die Weinhersteller äußerten sich in der Welt bereits besorgt über die Pläne. Kleine Familienbetriebe könnten es sich nicht leisten, Teil des Pfandsystems zu werden, da sie dann auch andere Getränkeverpackungen, wie etwa Cola-Flaschen, zurücknehmen und das Pfand auszahlen müssten. (PM/Welt)

Der Entbürokratisierer

14.02.2017 – 11:50 Uhr

Die Staatsregierung will einen eigenen Beauftragten für Bürokratieabbau einsetzen. Das neue Amt und die Personalie sollen in der Kabinettssitzung heute besprochen und beschlossen werden. Der Beauftragte soll – ähnlich wie der Posten des Integrationsbeauftragten – direkt in der Staatskanzlei angesiedelt werden. Er soll die Staatsregierung „bei ihren Anstrengungen für weniger Bürokratie“ gezielt unterstützen. Den Posten soll der Landtagsabgeordnete Walter Nussel (CSU) bekommen, wie die Deutsche Presse-Agentur vorab aus Regierungskreisen erfuhr. Nussel ist seit 2013 CSU-Landtagsabgeordneter für den Stimmkreis Erlangen-Höchstadt. Er sitzt im Petitions- und Wirtschaftsausschuss. (dpa)

Rekordandrang an Hochschulen

14.02.2017 – 11:47 Uhr

An Bayerns Hochschulen studieren so viele Menschen wie nie zuvor. Insgesamt seien zum Wintersemester 2016/17 an den Hochschulen im Freistaat mehr als 378.000 Menschen eingeschrieben, teilte das Landesamt für Statistik am Dienstag in Fürth mit. Damit stieg die Zahl der Studenten im Vergleich zum Wintersemester 2015/16 noch einmal leicht um gut 1700 an. Rückläufig war jedoch die Zahl der Studienanfänger: Nach Angaben der Statistiker begannen 2016 knapp 73.500 Menschen ein Studium in Bayern, dies waren im Vergleich zum Vorjahr mehr als 800 weniger. Fast jeder vierte Studienanfänger (24,7 Prozent) hatte eine ausländische Staatsangehörigkeit. (dpa)

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