Otto Wiesheu wurde als Präsident des Wirtschaftsbeirats Bayern wiedergewählt. (Foto: Wirtschaftsbeirat Bayern)
Otto Wiesheu wurde als Präsident des Wirtschaftsbeirats Bayern wiedergewählt. (Foto: Wirtschaftsbeirat Bayern)

Der frühere bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu bleibt für weitere drei Jahre an der Spitze des Wirtschaftsbeirats der Union. Auf der Generalversammlung des Beirats wurde Wiesheu einstimmig als Präsident wiedergewählt.

Interessenvertretung für 1800 Mitglieder

Der Wirtschaftsbeirat ist ein rechtlich selbständiger und politisch unabhängiger Berufsverband. Die im Jahr 1948 gegründete Unternehmervereinigung mit Sitz in München vertritt die Interessen von rund 1.800 Mitgliedern – Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte aus der Wirtschaft, Vertreter der Freien Berufe, Mandatsträger sowie international operierende Großunternehmen und mittelständische Betriebe aus ganz Bayern.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer lobte in seiner Rede die enge Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Politik in Bayern, die den Aufstieg des Freistaats zum Spitzenstandort ermöglicht habe. Mit Wiesheu stehe auch weiterhin der richtige Kapitän an der Spitze des Wirtschaftsbeirats.

Investitionen in der Wirtschaft generell, speziell in der Industrie müssen wieder wachsen, wenn die Sicherung der Arbeitsplätze für die Zukunft gelingen soll.

Otto Wiesheu

Zu seinen Plänen für die kommenden Jahre als Präsident der Vereinigung sagte Wiesheu dem BAYERNKURIER: „Neben der Fortführung einer ganzen Reihe von Themen, geht es ganz speziell um stärkere Investitionen und Innovationen in Forschung und Entwicklung auch in Klein- und Mittelbetrieben. Das muss politisch gestärkt werden.“ Investitionen in der Wirtschaft generell, speziell in der Industrie müssten wieder wachsen, wenn die Sicherung der Arbeitsplätze für die Zukunft gelingen solle. Daneben, so Wiesheu, sei es notwendig, nicht nur Gründungen von High-Tech-Unternehmen, sondern auch deren Wachstum durch den Einsatz von Risikokapital zu fördern. „Diese Probleme müssen wir zum politischen Thema machen und dazu beitragen, dass es in absehbarer Zeit Lösungen gibt“, sagte Wiesheu.

Austausch von Wirtschaft und Politik

Der Wirtschaftsbeirat versteht sich als Stimme der Wirtschaft und Ratgeber der Politik. In 25 Bezirksgruppen, die in allen Regionen Bayerns bestehen, bietet er eine Plattform für den offenen Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und kommunaler Verwaltung. Ihre Aufgabe sieht die Vereinigung darin, Erfahrungen aus der unternehmerischen Praxis in die Politik einzubringen und im Dialog mit politischen Entscheidungsträgern auf allen Ebenen für Rahmenbedingungen einzutreten, unter denen sich Industrie, Handwerk und Dienstleistungswirtschaft im Wettbewerb entfalten und erfolgreich behaupten können.

Wechsel im Amt des Generalsekretärs

Auf der jüngsten Generalversammlung wurden Jürgen Kammer, vormals Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie AG, als erster Vizepräsident und Hans Hammer, Vorstand der Hammer AG, als zweiter Vizepräsident ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt. Schatzmeister bleibt Jürgen Nehls, ehemaliges Vorstandsmitglied von Giesecke & Devrient. Der langjährige Generalsekretär des Wirtschaftsbeirats, Jürgen Hofmann, geht zum Jahresende 2016 in den Ruhestand. Sein Amt übernimmt ab 1. Januar 2017 Johann Schachtner. Schachtner kommt aus dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Verkehr und Technologie. Er hat dort zuletzt die Abteilung Internationalisierung und Industrie geleitet.