Höhepunkt der Triathlon-Challenge Roth 2016: Jan Frodeno schwimmt, radelt und läuft den Weltrekord. (Foto: DPA/Daniel Karmann)
Höhepunkt der Triathlon-Challenge Roth 2016: Jan Frodeno schwimmt, radelt und läuft den Weltrekord. (Foto: DPA/Daniel Karmann)

Die Leser von Europas großer Triathlon-Zeitschrift triathlon haben mit überwältigender Mehrheit die „Datev Challenge Roth“ als bestes Triathlon-Rennen der Welt auf der Langdistanz gekürt. 54 Prozent aller abgegebenen Stimmen gingen nach Roth, das ist das beste jemals erzielte Ergebnis.

Sechs Jahre in Folge der weltweite Sieger

Roth gewinnt diese Ehrung bereits im sechsten Jahr in Folge. Auf Platz zwei liegt mit nur zwölf Prozent der „Ironman Hawaii“, auf Platz drei mit elf Prozent der „Ironman Frankfurt“. Das Rother Ergebnis von 54 Prozent bedeuten nochmals acht Prozentunkte mehr als im Vorjahr. Damit ist der Abstand zu allen anderen Triathlon-Events weltweit nochmals gewachsen.

Die 6000 Helfer schaffen es, jedem einzelnen Athleten ein Lächeln auf die Lippen und eine Gänsehaut auf die Unterarme zu modellieren.

Ralph Edelhäußer, Rother Bürgermeister (CSU)

Der Rother Bürgermeister Ralph Edelhäußer (CSU) gratuliert den Veranstaltern und vielen Helfern der Rother Triathlon Challenge sehr herzlich und ist voll des Lobes: „Die über 6000 Helferinnen und Helfer schaffen es, jedem einzelnen Athleten ein Lächeln auf die Lippen und eine Gänsehaut auf die Unterarme zu modellieren. Und nach dem Challenge ist bekanntlich vor dem Challenge. Wir freuen uns schon heute auf 2017.“

Weltrekordjagd und Breitensport in trauter Eintracht

Allerdings gibt sich Edelhäußer im Gespräch mit dem Bayernkurier mit Blick auf die Ehrung auch einigermaßen gelassen: „Dies verwundert mich als Rother Bürgermeister keineswegs. Das wussten wir, gefühlsmäßig, im Landkreis und in der Stadt Roth schon längst…“ Der Triathlon-Standort Roth hat sich seiner Meinung nach an der weltweiten Spitze fest etabliert: „Bei uns pulsiert der Triathlon-Sport als ganz großes Familienevent mit dem Anspruch eben auch Spitzensportler aufbieten zu können. Ambitionierter Hobby- und Spitzensport in einem Wettkampf – wo finden wir das heute noch?“

Der Rother Triathlon ist auch als weltweite Marke ein gutes bayerisches Mittelstandsunternehmen geblieben.

Volker Bauer, Landtagsabgeordneter

Der Landtagsabgeordnete Volker Bauer (CSU) zeigt sich ebenfalls sehr erfreut: „Wer glaubt, Roth sei tot, der sollte im Sommer kommen, während oder kurz vor der Challenge. Bei Triathleten hat Roth einen Klang – weltweit. Diverse Weltrekorde wurden in der industriereichsten Kleinstadt Bayern erschwommen, erradelt und erlaufen.“ Im Gespräch mit dem Bayernkurier verweist Bauer neben den wilden Weltrekordjagden auch auf den Britensport-Aspekt des Rother Triathlons: „Um diese Rekorde kämpft aber nur ein Bruchteil der Starter. Der Großteil hat Roth aufgrund von zwei Dingen ins Herz geschlossen und kehrt, einmal Blut geleckt, immer wieder nach Franken zurück.“

Die Franken sind einmal pro Jahr die begeisterungsfähigsten Menschen der Erde

Bauer würdigt „die über die Jahre perfektionierte Organisation durch die Familie Walchshöfer“ mit den Worten: „Der Rother Triathlon ist auch als weltweite Marke ein gutes bayerisches Mittelstandsunternehmen geblieben.“ Gleichzeitig lobt Bauer die tausenden Helfer, „die entlang der Strecke, in den Wechselzonen, bei der Sicherung, Verpflegung und Massage dafür sorgen, dass Roth einmal im Jahr zur Pilgerstädte der Sportwelt wird“.

Roth ist nicht tot, sondern hot.

Volker Bauer, Landtagsabgeordneter

Auch die vielen Tausend Fans machten das besondere Flair aus, so Bauer: „Wer einmal den Solarer Berg hinaufgejubelt wurde, wer einmal den Zuspruch ab Laufkilometer 30 erfahren hat, der kann nicht glauben, dass Franken nicht die begeisterungsfähigsten Menschen auf Erden sind. Einmal im Jahr ist das wohl auch so.“ Als Fazit betont Bauer: „Dann ist Roth nicht tot, sondern hot. Dass dies auch in diesem Jahr wieder mit der Auszeichnung ,Bestes Langstreckenrennen‘ geehrt wurde ist genau eines: verdient!“

Organisatoren reisten in Mannschaftsstärke zur Preisverleihung

Bei der Übergabe des Awards in Langen bei Frankfurt betonte Challenge-Organisator Felix Walchshöfer, dass die Auszeichnung nicht nur seiner Familie gehöre, sondern auch den vielen Helfern, Sportlern und Unterstützern aus Stadt und Landkreis Roth. Zusammen mit allen Wettkampfleitern, dem Athletenservice und dem gesamten Büro-Team waren Alice, Felix und Kathrin Walchshöfer „in Mannschaftsstärke“ zur Preisverleihung angereist und nahmen die begehrte Trophäe entgegen.

(NN/BR/wog)