Ministerpräsident Horst Seehofer (M.) beim Empfang für kirchlich engagierte Ehrenamtler in Würzburg. (Foto: Staatskanzlei/Stefan Bausewein)
Ministerpräsident Horst Seehofer (M.) beim Empfang für kirchlich engagierte Ehrenamtler in Würzburg. (Foto: Staatskanzlei/Stefan Bausewein)

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat beim traditionellen Staatsempfang für ehrenamtlich Engagierte in Kirchen und Religionsgemeinschaften in Würzburg das große Engagement auch bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise und der Integration gewürdigt. „Aus der Kraft ihres Glaubens engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich in Kirchen und Religionsgemeinschaften, in der Alten- und Krankenpflege, in der Jugendarbeit, in der Caritas und vielem mehr.“

Unverzichtbar für das Miteinander

Wie Seehofer weiter sagte, erfüllten die ehrenamtlichen Helfer „unsere Werte mit Leben“ und seien „leuchtende Vorbilder für Mitmenschlichkeit und Zusammenhalt“. Auch bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise habe man dies gesehen, so der Ministerpräsident weiter: „Ehrenamtliches Engagement ist unverzichtbar und stärkt das Miteinander in unserem Land. Dafür sagen wir Dank und Vergelt`s Gott!“

Gemeinsam mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften müssen wir der Integration eine Richtung geben – hin zu unserer christlich-jüdisch geprägten, freiheitlich-demokratischen Werteordnung.

Ministerpräsident Horst Seehofer

„Für die Integration der Migranten in unserem Land ist es wesentlich, dass wir selbst stark sind in unseren Wurzeln und Werten. Gemeinsam mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften müssen wir der Integration eine Richtung geben – hin zu unserer christlich-jüdisch geprägten, freiheitlich-demokratischen Werteordnung“, sagte Seehofer weiter. „Gemeinsam beweisen wir in Bayern bei der Versorgung und Integration von Menschen, die bei uns um Hilfe nachsuchen, jeden Tag aufs Neue: Humanität und Hilfe stehen für uns an erster Stelle.“

Begrenzung der Zuwanderung ist nötig

Gleichzeitig betonte der Ministerpräsident aber auch, dass seiner Überzeugung nach die Zuwanderung begrenzt werden muss: „Damit wir uns unsere Humanität auf Dauer bewahren können, brauchen wir eine Begrenzung der Zuwanderung. Begrenzung ist die Voraussetzung für Humanität und Integration. Auch unsere Ressourcen, unsere Möglichkeiten und Kräfte sind endlich. Integration ist nicht unbegrenzt möglich. Es ist Aufgabe einer verantwortlichen Politik, für das Wohl der Gesellschaft insgesamt zu sorgen und zu arbeiten.“

Zum traditionellen Staatsempfang für die ehrenamtlich Engagierten in Kirchen und Religionsgemeinschaften in Bayern wurden Ehrenamtliche der Römisch-Katholischen Kirche, der Evangelisch-Lutherischen Kirche, der Evangelisch-Reformierten Kirche, des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, der Rumänischen Orthodoxen Metropolie, der Griechischen Orthodoxen Metropolie sowie des Russischen Orthodoxen Exarchats nach Würzburg eingeladen.

(PM/wog)