Neues Museum über Vertreibung
Hof – Im Museum Bayerisches Vogtland in Hof ist eine neue Abteilung über die Geschichte von Flüchtlingen und Vertriebenen eröffnet worden. Die Festrede zur Eröffnung hielt der Theater- und Literaturkritiker Hellmuth Karasek. „Die Aufrechnung von Schuld verbietet sich“, so Karasek, der seine Hoffnung aussprach, dass auch der Umgang mit den östlichen Nachbarn so selbstverständlich werde wie etwa mit Frankreich.
Die geglückte Integration vieler Millionen Vertriebener sei keine Selbstverständlichkeit gewesen, sagte der Parlamentarische Finanzstaatssekretär und frühere Generalsekretär des Bundes der Vertriebenen, Hartmut Koschyk (CSU). Flucht und Vertreibung der Deutschen stelle die größte Zwangsmigration der Geschichte mit über 14 Millionen Vertriebenen und rund zwei Millionen Toten dar. „Das Schicksal der Heimatvertriebenen und ihre Leistungen beim Wiederaufbau unseres Landes dürfen nicht vergessen werden“, forderte Koschyk. Ihm zufolge waren nach 1945 allein rund 2,7 Millionen Heimatvertriebene und Aussiedler nach Bayern gekommen.
Bayernkurier



