Einmalige Chance
Förderkreis Naturkundemuseum gegründet
München – Das 1990 gegründete Museum Mensch und Natur in den Räumen von Schloss Nymphenburg in München platzt aus allen Nähten. Mit jährlich über 200000 Besuchern zählt es schon jetzt zu den meist frequentierten Museen in Bayern. Jedes Jahr besuchen 1300 Schulklassen das Museum, die Nachfrage ist doppelt so hoch.
Ein sechs Meter langes Dinosauriermodell – ein Apatosaurus – schwebte über die Dächer von Schloss Nymphenburg in den Hof des ehemaligen Instituts für Genetik der LMU. Es soll als Platzhalter so lange dort stehen, bis das geplante Naturkundemuseum Bayern in die Gebäude einzieht.Bild: fkn
Durch den Umzug der Institute für Mikrobiologie und Genetik der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) von Schloss Nymphenburg in den Biotechnologie-Campus Martinsried hat sich nun eine einmalige Chance aufgetan, das Museum Mensch und Natur zu einem Naturkundemuseum Bayern auszubauen. Denn die leerstehenden Räume der ehemaligen LMU-Institute im Schlossareal grenzen direkt an das Museum an und sind eine ideale Erweiterungsfläche.
Diese Chance wollen eine ganze Reihe prominenter Förderer der Naturwissenschaften beim Schopf packen. Mit einem Festakt gründeten sie in Schloss Nymphenburg den Förderkreis Naturkundemuseum Bayern. Erstes Ziel der Förderkreismitglieder ist die Auslobung eines Architektenwettbewerbs, der noch in diesem Jahr stattfinden soll. Insgesamt soll die Erweiterung des Museums Mensch und Natur zum Naturkundemuseum Bayern 70 Millionen Euro kosten und in fünf Jahren fertig sein – wenn auch der Freistaat als Geldgeber mitzieht.
Die Pläne machen auch noch in anderer Hinsicht Sinn: In den Magazinen der Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns lagern 30 Millionen Objekte, darunter ein 30 Meter langes Saurierskelett und die größte Schmetterlingssammlung weltweit. Zu sehen ist davon nur ein Bruchteil – weil das Museum für Mensch und Natur dafür viel zu klein ist.
Infos im Internet: www.namu-bayern.de
FC



